Sonntag, 3. März 2013
Alina Bronsky: Spiegelkind
Eines Tages ist sie plötzlich verschwunden. Von einen auf den anderen Tag ist Julis Mutter verschwunden- und niemand interessiert sich dafür! Niemand unternimmt etwas, nicht die Polizie und auch nicht Julis Vater. Stattdessen ziehen nun Julis Großeltern ein, um dem Vater beim Haushalt zu helfen und alle vermeiden es über die Mutter zu sprechen. Warum versuchen nur alle Normalität zu bewahren? Die Normalität- die in diesen Zeiten heilig ist.
In der Zwischenzeit kommt ein neues Mädchen in Julis Klasse:
Ksü, die ziemlich schräg und alles andere als normal ist. Gemeinsam finden sie heraus, wer Julis Mutter wirklich ist und was passiert ist: Julis Mutter ist eine von wenigen Pheen, die in der Normalität als gefährlich und gelten und verhasst sind.
Gemeinsam mit Ksü und ihrem Bruder versucht Juli herauszufinden, wer sie wirklich ist, wo ihre Mutter ist und setzt sich dabei endlich über ihren Vater hinweg.

Auch wenn man vielleicht anfangs Schwierigeiten hat, sich in die Geschichte zu finden, möchte man wissen, wie es weiter geht. Es ist spannend geschrieben und mit einigen Überraschungen gespickt.

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Hilke Rosenboom: Die Teeprinzessin
Im Jahre 1859, in Deutschland.
Tee ist eines der am meisten begehrtesten Nahrungsmittel auf der ganzen Welt, doch zur Zeit sehr schwer zu beschaffen aufgrund der Opiumkriege und besetzten Anbaugebieten.

Betty Henningson, Tochter eines Silberschmieds ist befreundet mit Anton, dem Sohn eines Teehändlers. Glücklich lebt sie in Emden, einer kleinen Stadt in Norddeutschland. Im Gegensatz zu Anton, der später mal das Teehandelshaus seines Vaters übernehmen soll und sich viel mehr für Fotografie begeistert, interessiert sich Betty sehr für Tee und würde am liebsten alles darüber erfahren. Das einzige was ihr im Wege steht: Sie ist ein Mädchen. Sie hat eine sehr feine Nase und kann auch die schwächsten Gerüche erschnuppern.
Eines Tages muss sie völlig unerwartet von zu Hause weg. Nach Hamburg soll sie, wo auch ihr Freund Anton hingeschickt worden ist, um dort als Haustochter bei einer Familie zu wohnen. In Hamburg sieht die Realität plötzlich viel düsterer aus, die Zeit in dieser großen Stadt ist eine der schlechtesten: sie muss harte Arbeit verrichten, wird ungerecht behandelt und steht ohne Freunde allein.
Dann bekommt sie das Angebot, nach China zu reisen, um dort eine Teelieferung entgegenzunehmen. Als Junge verkleidet, schifft sie sich nach Kanton ein. Doch unterwegs wird ihre wahre Identität entdeckt und sie muss in Kalkutta das Schiff verlassen. Ganz alleine schlägt sie sich bis nach Darjeeling durch um dort ihren Tee einzukaufen und trifft dort ihre große Liebe wieder. Doch aufgrund eines Missverständnisses bricht sie überstürzt auf, um mit ihrer Teelieferung zurück nach Hamburg zu kommen. Da zu diesem Zeitpunkt kein Schiff zur Verfügung steht, dass direkt an ihr Ziel fährt, unternimmt sie eine Reise, die sie um die ganze Welt führt. Über verschiedene Schauplätze in Asien, wo sie sich gegen die Teemafia und Piraten wehren muss, landet sie in Amerika um von dort aus nach Europa zurück zu kommen.

Ob sie am Ende an ihr Ziel kommt, welches Missverständnis sie von ihrer Liebe entzweit hat und welche Abenteuer sie erlebt, müsst ihr selbst nachlesen.

Dieses Buch fesselt sehr und man möchte unbedingt weiterlesen. Auch wenn Bettys Naivität und einige ihrer Entscheidungen stören, fühlt und leidet man mit ihr und fiebert bis zum Ende mit.

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